Österreichische Technologieplattform Photovoltaik

Erster solarer Parkplatz in Österreich wurde eröffnet

In der Gemeinde Teesdorf wurde am 19. August 2022 der erste solare Parkplatz Österreichs eröffnet. Das Fundament für die Realisierung des innovativen Photovoltaikkonzeptes, mit der Machbarkeitsbetrachtung eines solchen Photovoltaik -Leuchtturmprojektes, lieferten die zwei Bachelorstudenten Stefan Savić und Alexander Erber der FH Technikum Wien unter Anleitung von Hubert Fechner (TPPV Obmann). Auf der rund 100 Quadratmeter großen Parkfläche wurden 780 belastbare PV-Elemente montiert. Damit kann der tagsüber wenig genutzt Parkplatz den Jahresstrom für drei Einfamilienhäuser produzieren.

Kennzahlen der Anlage:

  • Leistung 16,8 kWp
  • Fläche ~ 100 m²
  • Ertrag lt. Simulationen ~ 14.000 kWh (≈ 3 Einfamilienhaushalte)
  • 780 Platio-Solarpflastersteine mit 353 x 353 x 41 mm
  • Belastbar mit bis zu 2 Tonnen pro Kachel/Pflasterstein

Bei solaren Plätzen, Geh- und Fahrwegen, deren stromerzeugende Elemente horizontal im bzw. auf dem Boden angebracht sind, handelt es sich um eine unkonventionelle Art der Ausrichtung und Montage. Hierbei wird der Innovationsgrad dadurch erzielt, dass die verwendete Fläche ihren ursprünglichen Nutzen nicht verliert und so die Nutzungsmöglichkeit als Straße, Platz oder Fußgängerzone beibehalten wird. Sie müssen dadurch höheren statischen und dynamischen Beanspruchungen standhalten und verfügen demensprechend über einen anderen Modul- und Kachelaufbau als übliche PV-Module. Die Umsetzung des solaren Parkplatzes in Teesdorf war, neben der Innovationsoffenheit der Gemeinde, nur möglich, da die Parkfläche lediglich in den Abendstunden genutzt wird und daher tagsüber erneuerbaren Strom erzeugen kann. Es wurden erste Untersuchungsmöglichkeiten unter realen Bedingungen zur Reduktion von Urban Heat Islands, Smart Roads und der Abtauung von Schnee und Eis durch Rückbestromung der Photovoltaikmodule bei der Parkplatzanlage durchgeführt.

Begleitforschungsthemen:

— Untersuchung welchen Beitrag solare Verkehrsflächen zur Reduktion des urbanen Hitzeinsel-Effekts beitragen können

— Verifikation von Simulationstools (PVSol, PVSites) auf deren Simulationsperformance

— Untersuchung des (möglichen) Degradationsverhalten bzw. erste Schritte dazu

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