
Anschließend an unser TPPV-Treffen am 24.2.2026 in Freistadt laden wir gemeinsam mit NEOOM herzlich zum Workshop zum Energiemanagementsysteme (EMS) am 25. Februar in Freistadt ein.
Ziel des Workshops ist es, EMS als wichtiges weiteres Instrument der österreichischen Energiewende zu diskutieren und gemeinsam eine branchenübergreifende Sichtweise zu erarbeiten. Dabei wollen wir sowohl die technologischen und systemischen Mehrwerte von EMS beleuchten als auch zentrale politische Forderungen sowie Vorschläge für ein eigenständiges Förderdesign entwickeln.
Dafür sind zunächst am Vormittag fachliche Inputs zur Rolle von EMS im Energiesystem, Beiträgen aus der Industrie, Marktveränderungen und technischen Umsetzungserfahrungen geplant.
Am Nachmittag wollen wir interaktiv in zwei Gruppen weiterarbeiten: Eine Gruppe widmet sich den ganzheitlichen Mehrwerten von EMS und der Ableitung politischer Kernbotschaften. Die zweite Gruppe erarbeitet Vorschläge für ein eigenständiges Förderdesign, inklusive förderfähiger Anwendungsfälle und Kriterien für ein zukünftiges EMS-Förderpaket. Die Ergebnisse sollen unter anderem als inhaltliche Grundlage für die für 2026 geplante Novellierung des Erneuerbaren-Ausbau-Gesetzes und der darin enthaltenen Fördersystematik dienen.
Eine vorläufige Agenda wird Mitte Januar ausgesendet. Diese wird noch weiter präzisiert und richtet sich auch danach, welche zusätzlichen Beiträge aus dem Kreis der Teilnehmenden eingebracht werden.
Wir laden daher herzlich ein, eure Expertise, Perspektiven und Praxisbeispiele aktiv einzubringen und den Workshop gemeinsam mitzugestalten. Bei Interesse bitten wir um eine kurze Rückmeldung an o.kabbeck@tppv.at
Wir freuen uns auf rege Teilnahme und darauf, dieses zentrale Thema gemeinsam weiter voranzubringen.
Die Agenda des Workshops findet ihr hier:
Hubert Fechner (TPPV):
– EMS als Schlüssel zur Integration von PV, Speicher, Ladeinfrastruktur, Wärme…
– Beiträge zur Netzstabilität, Flexibilität, Energieeffizienz
Andreas Buchner (NEOOM):
– Herausforderungen aus Sicht von NEOOM
1. Wolfgang Bernhard (Gridoo): Vorstellung der Ergebnisse des Prototypen „Digitale Schnittstellen“ → Wohin geht die Steuerbarkeit von Anlagen?
2. Hannes Heigl (Fronius): Cyber Security – aktuelle Entwicklungen in Europa
3. Lukas Gaisberger (FH-Wels): EMS aus Sicht der Forschung
Anschließende Diskussion:
• Zentrale Use-Cases für EMS
• Auswirkungen dynamischer Strompreise, Netzgebühren und Leistungsbegrenzungen
• Herausforderungen in der technischen Umsetzung
• Mehrwerte einer breiten EMS-Ausrollung für das Energiesystem
Kaffeepause
• Anforderungen an Datenpunkte, Signale und Interoperabilität, Datenmodelle
• Welche Schnittstellen und Protokolle sollen künftig genutzt werden?
• Potenzielle Kostenreduktionen beim Netzausbau
• Anreizsysteme aus Sicht der Netzbetreiber
• Gemeinsame Positionierung: „Digitale Schnittstelle als Grundvoraussetzung für netzdienliche EMS“
12:30: Gemeinsames Mittagessen
Themen:
• Kundennutzen (Kostenreduktion, Komfort, Transparenz)
• Netznutzen (Engpassreduktion, Spitzenlastmanagement, Flexibilität)
• Unterstützung von Energiegemeinschaften
• Digitalisierung: Standardisierung, Schnittstellen, Datenmodelle
• Strategische Bedeutung für Staat & Politik
Ziel:
• Gemeinsame Liste zentraler EMS-Mehrwerte
• Politische Kernbotschaften für BMK & E-Control
• Basis für Positionspapier „Warum Österreich jetzt EMS braucht“
Themen:
• Modell einer eigenständigen EMS-Förderung
• Förderfähige Anwendungsfälle (Nachrüstung, Ladeinfrastruktur, Gewerbe, EGs, Wärmesysteme)
• Software-/Digitalprodukt statt Hardware-Förderlogik
• Capex/Opex, Bonusmodelle, Integration in bestehende Programme
• Kriterien: Flexibilität, Netzdienlichkeit, Interoperabilität, Standardisierung
Ziel:
• 5–8 priorisierte Maßnahmen für die Bundesregierung
• Empfehlung für ein „EMS-Förderpaket 2026“