Vor dem Hintergrund des starken Ausbaus der Photovoltaik und der damit zunehmenden Bedeutung von End-of-Life-Fragestellungen stand beim 22. TPPV-Frühstück am 13. Jänner die Entsorgung und Verwertung von PV-Modulen im Mittelpunkt.
Anika Grasser (OFI) stellte zunächst den rechtlichen Rahmen vor und zeigte auf, dass das bestehende Rücknahme- und Erfassungssystem für PV-Module erhebliche Lücken aufweist, insbesondere aufgrund der B2B-Klassifizierung und unklarer Zuständigkeiten bei Sammelstellen. Thomas Nigl (MGG) verwies zudem auf den hohen Informations- und Aufklärungsbedarf bei Konsument:innen.
Daniel Forstner (MGG) beleuchtete die wirtschaftlichen und technischen Herausforderungen des PV-Recyclings. Geringe Materialwertigkeiten und bislang unzureichend entwickelte Verfahren erschweren eine wirtschaftliche Verwertung. Ferozan Azizi stellte anschließend das Forschungsprojekt PVReValue vor, das eine Erhöhung der Recyclingquote von PV-Modulen auf 95 % zum Ziel hat, logistische und technische Hürden identifiziert und eine Bewertungsmatrix unterschiedlicher Recyclingverfahren erarbeitet.
Abschließend wurden politische Handlungsfelder diskutiert. Einigkeit bestand darüber, dass das bestehende System unterfinanziert ist und sowohl eine einheitlichere nationale Regelung als auch eine europäische Harmonisierung notwendig sind. Als nächste Schritte wurden verstärkte Informationsangebote, ein Fachworkshop sowie der Dialog mit zuständigen Stellen angekündigt.
Vielen Dank für die spannenden Beiträge und die interessierte Teilnahme!
Die Präsentationen des Frühstücks sowie das Protokoll findet ihr im Anhang.
Ausblick auf das 23. TPPV-Frühstück
Das 23. TPPV-Frühstück findet wieder wie gewohnt am zweiten Mittwoch des Monats, in dem Fall am 11.02.2026 von 9:00 bis etwa 10:00 Uhr statt. Das Schwerpunktthema dabei lautet „Agri-PV“


