Building Information Modeling (BIM) ist ein digitaler Prozess, der den Lebenszyklus eines Bauprojekts vom Entwurf über den Bau bis zur Betriebs- und Wartungsphase optimiert. Sämtliche planungsrelevanten Informationen werden dabei gebündelt, um den Bau effizienter sowie kostengünstiger zu ermöglichen. Bislang wurde Photovoltaik in diesem modernen Planungsprozess nahezu nicht berücksichtigt. Im Rahmen des Symposiums der TPPV gemeinsam mit der TU Wien wurden daher Vertreter:innen der Photovoltaik- und Baubranche, Planer:innen und Architekt:innen eingeladen, sich über die Ergebnisse des FFG-Forschungsprojekts BIM4BIPV zu informieren. Ziel des Projekts ist es, die Integration von bauwerksintegrierter Photovoltaik (BIPV) in den digitalen Planungsprozess mithilfe von Building Information Modeling (BIM) zu optimieren. Entwurf und Planung sind interdisziplinäre Prozesse, die einen reibungslosen Datenaustausch über verschiedene Software- und Fachdisziplinen hinweg erfordern. Damit BIPV-Elemente korrekt in Entwurfs-, Visualisierungs-, Tageslicht- und PV-Simulationen, sowie in Energie-, Elektro-, Ökobilanz- und Produktionsprozesse eingebunden werden können, müssen sie als standardisierte IFC-Objekte (OpenBIM) modelliert werden. Das Projekt BIM4BIPV legt damit die Grundlage für einen durchgängigen digitalen Planungsfluss – von der Architektur bis zur technischen Umsetzung – und schafft eine Basis für eine nachhaltige, integrierte Planung von BIPV-Systemen.
Etwa 50 Fachexpert:innen aus etwa 10 Ländern nahmen an der Veranstaltung vor Ort im Vortragssaal der TU Bibliothek online teil.
Eröffnet wurde das Symposium von Dr.Karin Stiehldorf, TU Wien und TPPV Obmann Hubert Fechner; durch das Programm führte Astrid Schneider, TU Wien, die auch 2 interessante Fachvorträge hielt.
Es ist ein Kernanliegen der Österreichischen Technologieplattform Photovoltaik, die PV Technologie mehr und mehr als Standard in Bauprozessen zu finden, jede geeignete Außenhülle in Neubau und Sanierung sollte eine stromerzeugende Funktion erhalten und so die BIPV zum Standard in Bauprozessen machen. Überdies ist im BIPV Bereich eine deutlich erhöhte nationale Wertschöpfung zu sehen, da einige österreichische Unternehmen und Mitglieder der TPPV in dem Bereich der PV-Gebäudeintegration tätig sind.

